211222 junge Hunde, Sterne, Wein

wie zwei Hunde, die sich beschnüffeln.

von allen Seiten blitzen die Reflexe der Jahresrückblicke anderer mich an. die zwei Jungs laufen nebeneinander und suchen erst den Polarstern, dann bleiben sie an dem mondähnlichen Leuchten gleich über den Dächern da vorne hängen. is ja eckig, das kann nicht der Mond sein. nein, das kennen beide schon, bestärken sich gegenseitig in dem, was sie denken, sie können gut. der eine ist stark, der andere sammelt gut. und dann, vor Lidl, bei der Kinderübergabe zurück an ein Elternteil, betonen wieder alle wie anstrengend das eine Kind sei.

später schlemmen mit I. er schwärmt immer noch von S. das erste Mal, dass ich ernsthaft mit gleichaltrigen Freunden über Kinder spreche. später finde ich es dann ultramerkwürdig, als ich mit C in den Raucherraum gehe und die zwei Frauen über ihre Einzelkinder sprechen (es tut ihnen leid). ein alter Mann huscht aus dem Raucherraum, pflegt die Rosen und schwallt uns zu. schlemmen. stop! erst beim dritten Mal reagiert er: stop! nun aber wirklich. spazieren zurück, nochn Tee. I wird sich den Wein nach Hause bestellen. ich bewahre die Rechnung in meiner Handyhülle ›keine Rechnung‹ <3

du bis ja noch da, das macht den Unterschied, sagt I, und, dass ich 5 Jahre + bekomme für jedes Weihnachten in Berlin. die Salbeignocchi erinnern ihn an Christian und ab sofort werde auch ich keine Salbeignochhi mehr essen können, ohne an Christian denken zu können. die Figur Christian hat sich längst verstelbsständigt und wird nicht allzuviel mit dem Christian zu tun haben, den ich vor 6 Jahren mal kannte.

noch ein Vodka,
noch ein Bier,
noch ein Glas Wein und
Tee mit Limette
aus den neuen Gläsern.

(später fällt mir auf, wie das Geschenke-Machen abgehakt werden kann und wie es gekonnt und stilvoll eingesetzt werden kann. das denke ich, als mir C ein kleines Päckchen mit zwei noch kleineren Klammern verschlossen, übergibt.)

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