220303, 04 Klarheit, Trennung! Bürokratie in den Studios

die meisten Teilnehmerinnen des workshops wollen eine klare Trennung: künstlerische Arbeit, kommerzielle Arbeit. ich frage hier in alle Öffentlichkeit. WAS HAT ES MIT DER KLARHEIT AUF SICH, von der alle sprechen, zu der man gelangen soll.1 beim gleichen Workshop (es geht um Onlinepräsenz) erfahre ich, dass der blog mit Verschlagwortung und Neuigkeiten arbeitet. news first – ein ganz und gar zeitgenössisches Ding. die Geschichte sammeln wir im Archiv. ich schreibe C eine SMS – er hatte noch keine Zeit nachzudenken.

morgens Gespräche mit Mona. wir entscheiden uns für eine Tabelle und lachen über unsere Hin-und Hergerissenheit (ein Glück nicht Zer-)

bloß nicht nur eine Möglichkeit abbilden. (unsere Geschichten werden sich vermischen, das ist toll, sage ich)

abends weiter zu einer Ausstellung in den khb-studios: die lange Nacht der Bürokratie. höre Hagemeisters laute Stimme, Erzählungen über Rinck und ihre Notationssysteme. Katharina Kamph, Sabrina Schieke und (Name vergessen)  veranstalten ein Bingo. Fotos aus den Galerien mehrerer Geräte werden runtergeladen, werden an die Wand gehängt und ausgiebig angesehen. hier ist die Katze, hier ist der letzte Urlaub vor Corona, hier ein süßes Kind, vielleicht eine Kuh, F beweist seine Männlichkeit, als er sagt: das soll mein Kind? der ist aber hässlich. (umgekehrte Mutterliebe, die alles toll findet.

später berichtet C, dass er ebenfalls von dem Missgeschick an der HfBK in Ls Klasse gehört hatte. eine Nachricht der Professorin an alle, in der es um die Bewertung einer (marktgerechten) künstlerischen Entwicklung der Klassenmitglieder geht.

während ich all das so sehe, was da passiert, denke ich
A) man muss mit Kunst Geld verdienen, damit man möglichst viel davon machen kann
B) man muss vor allem machen
C) was muss man noch?
später sagt C: eine lustige Truppe, dann sitzen wir noch ein bisschen am Nettelbeckplatz rum (so heißt der doch, oder?)

mit N spreche ich über diesen Nerv, der für die Ruhe zuständig ist. ich denke wieder mal an das Interview mit Harari. er hat kein Handy, aber einige Mitarbeiter und fährt alle Jahre für 1 Monat irgendwohin (am schlimmsten ist der Gedanke immer erreichbar sein zu müssen).
mit M sehe ich mir Jugendfotos an. eine überzeugte junge Frau. ich wünsche mir meine eigene Überzeugtheit zurück. wie einfach alles war.

  1. bestätigt mir einige Tage später, dass diese Unklarheit auf jeden Fall mein Thema sei []

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