Kategorieunterwegs

211127 NO-ISBN

mochten – wir mochten. dieses Wort löst irgendwas bei mir aus. lese bei NO-ISBN on self-publishing (was mir im Übrigen eher wie eine Feststellung erscheint, als ein Aufruf, was ich zuerst dachte), dass es [hier schreibe ich nicht mehr weiter, aber das Buch kann ich auf jeden Fall empfehlen. ich leih es dir auch, wenn du es dir nicht kaufen willst]

211127 zurück nach Berlin, Ottos Frau.

eine Frau mit Keksen geht vorbei. (›Lieblingsgast‹ – genau wie vor einem Jahr). in meinem Kopf: ›Kekse mit der Aufschrit Lieblingsgsast. davon liegen drei auf dem Tisch, als ich gehe.‹1.

H und ich stehen am Bahnhof und trinken Bier. genauer trinken wir beide ein Corona und nebenher teilen wir eine Zigarette aus den letzten Tabakbröseln. an Hs Hosenschlaufe baumelt etwas herab. es sieht aus wie die Ticketklemmen für den Skipass, aber es ist ein Feuerzeug an einem Gummizug. möchte man eine Zigarette anzünden, dann zieht man daran, wie an einer Hundeleine. wir beschließen. gemeinsam das Jahr ausklingen zu lassen und freuen uns dolle, als wir wenig später herausfinden, dass das Motto ›fancy‹ ist – abgefahren. sehe überall Glitzer und Gold. (die Keskse! ja, auch die Kekse.) später, im Zug, riecht die Seife nach Lilien und noch später riecht es dann auf einmal nach Glühwein. ich scrolle und klicke durch Wohnungsanzigen und lese ›perfect for professional single or couple‹. professionelles in Beziehung-stehen. der Mann gegenüber entpuppt sich als Italiener und sagt ›Ciao-Ciao-Ciao‹ zu jemandem am Telefon, als ob diese wiederholte Grußformel ein feststehenden Begriff sei.

H trägt ein rotes Tuch, ein zusammengeklapptes Handy am Hals. was ist das denn? sowas hab ich noch nie gesehen.

jetzt kommt schon der zweite mit Bier vorbei. ich will auch noch ein zweites Bier. ich denke an den Rausch, einen richtigen Rausch, den ich in Paris hatte. und ich denke daran, dass ich ganz kurz vergessen hab, was ich will.

am Ende des Abteils spricht einer davon, dass er erst um halb zehn bei Otto ankomme. »Birgit, so heißt doch Ottos Frau.« – stimmt. sie sammelt Schilkröten – wie meine Oma. erst haben wir festgestellt, dass Ottos Frau heißt wie ich, dann finden wir gemeinsame Bekannte. oh mein Gott, wie verschlossen. H schüttelt den Kopf. sie erzählt von der Schachpartie gestern Abend. ich öffne die Dose und nasche eines der Butterkeks.

im Zug merke ich auf einmal das Bier im Kopf.

  1. Auszug aus der Wert der Dinge oder: und dann? nehmen wir das Mofa und fahren weiter []

211112 von unterwegs

›belonging‹/longing schreibt Daniel Schreiber. M und ich bauen nun doch ein Regal. ein modulares mit theoretischen Inhalten. so gestern beschlossen. der Engländer erzählt von Fabriken – schon wieder. der Egländer darf man nicht sagen, weil er ist mehr als nur Engländer. es ist viel zu früh. ich habe Brot dabei. hole Kaffee dazu und gehe mit meinem Kaffeebecher die nassen Treppen am Südkreuz hinunter.

mir gegenüber sitzt ein Mann. er hat sein MacBook vor sich aufgeklappt und schläft.ch tippe. wo ist Coburg? ›da haben Sie noch Zeit‹. ich wechsle den Platz. wie lange bleibtst du – ich weiß es nciht. wie imemr. ich erinnere mich an die ersten Male zurückfahren. ich erinnere mich an den bunten Rock, an B, an seine Mütze, die ich trug. ich erinnere mich an die Bauchkrämpfe. ich liege auf dem Boden. wir trinken einen großen Kaffee. wir trinken überhaupt viel Kaffee. ich erinnere mich an den Geburtstag. nein das stimmt nicht, aber ich sollte mich erinnern. ich erinnere mich an unzählige weitere Geburtstage und jetzt, jetzt hätte ich gerne ein Croissant.

ich denke an den jungen Mann, der mich zuerst angemacht hat und dann war er ganz erstaunt, wie alt ich sein muss, wenn ich schon so lange studiere. ich sitze im Zug. es ist sehr früh, riecht anch Chanel und der Kaffee ist mittlerweils leer. ›Lifecycle stages‹ googelt der Mann schrägt vor mir. er hat ein Startup und vor einer Minute hat er einen Banane verzehrt.

WIE VERDIENST DU DEIN GELD? ein Mann ganz in rot betritt die Studios. ›das ist Birgit – von birgitandbreakfast‹ sagt S. ich muss mir Visitenkarten drucken und sie den Leuten in die Hand drücken: »ich bin Birgit.«1 zu rot: die Farbe als eine Kaufentscheidung. ich erinnere mich an einen Text über Widerstand, den ich vor einiger Zeit geschrieben habe. ›was bist du?‹ – wann wird mich das zum nächsten Mal jemand fragen und – was antworte ich? und dann kaufe ich alles nach dem Kriterium Farbe und Form.

wann werden die Stühle in den Zügen arbeitstauglicher sein?

kurz später stolpere ich über meine eigene Aufmüpfigkeit, denke an Daniel Schreiber, das nach Hause kommen. das Unterwegs sein. lese in PP 317 Morgen Parallelprotokoll 02032106000621

06:11
›Kategorisch! Was meinst du damit?› – ›Damit meine ich auf das Medium bezogen.‹ Hinter Glas kann man sich keine Blicke nur Wörter zuwerfen. Na, das ist doch schon mal ein guter Anfang. Vor allem, wenn der andere das Wort fängt und dir ein anderes zurückwirft. Da hast du den Dämon.

ich habe von Siebträgermaschinen geträumt.

06:19
»Nur noch Porridge – daraus kann die Autokorrektur dann poetisch machen. Die poetische Version der Haferflocken, der Milchkaffee mit Zucker so sehr poetisch; die Schönheit in Schlucken trinken.«

  1. und was bist du noch? []

211016 Streichen, Umzug

Maaagneten – wo sind denn die?

sei mal: Magnet! R und M spielen Magnet.

Gülpe – der dunkelste Ort in Brandenburg, in Deutschland sogar. Dunkeldeutschland

ich fahre das letzte mal die S9 in die Stadt. Betrunkene spielen Musik ab: if you wanna be my lover und Shakira, steigen einen Wagon hinter mir ein. in Plänterwald wechseln sie den Wagon und kommen in meinen Wagon. sie sind noch angetrunkener als ich. ich schicke C eine Frage: wie fühlt es sich an, den Arm um jemanden zu legen. das merkwürdige Beäugen der Stammbelegschaft meiner schriftstellerischen (dokumenarisch, sage sie) Tätigkeit. ich denke an den Protagonisten. sobald ich ohne zu fragen eingeladen werde trinke ich offensichtlich immer noch mehr, als ich das alleine tun würde.
der Protagonist würde nun hier in der Bahn das Thinkpad auspacken und lostippen. ich denke daran, dass betrunkene und psychisch im Ungleichgewicht liegende Menschen viel Aufmerksamkeit brauchen. S bentzt dieses Wort, ohne es, wüsste ich nicht darüber zu reden.

junge Mönner und Frauen betreten die Bahn.
Wochende.

211015 ein Tag vor Umzug: Ausräumen, Schleppen (ihr Umzugsunternehmen) – vor und nach dem Schlafengehen.

ich lasse meinen Körper sich zu Drum-and-Base-Beats vor und zurück bewegen. ich google den Drum-and-Base-Schuppen: nope, noch nicht wieder Veranstaltungen. [daran kann ich mich zwei Tage später nicht mehr erinnern, finde aber noch den offenen Tab.] außerdem überlege ich (ja mittlerweile kann ich ›ich freue mich‹ sagen): es geht los. parallel1 läuft Dillon. (ich vermute erst eine Rafinesse de:r Musiker:in, stelle dann fest: ein weiterer offener Tab mit lauter Musik.) ich denke an H. ich denke an das Foto, als sie am Boden in der Ringbahn sitzt. viel fertiger, als wir ahnen können. ich denke an E. und dass wir letztes Wochenende uns seit langem wieder getroffen haben und alles war wie immer.

K will unbedingt noch mehr Magneten, als nur die, die auf dem Kühlschrank kleben, aber die sind schon irgendwo in den Umzugskartons. Magneten… ich höre As Stimme in meinem Kopf. ›Magggneten‹ (wie Mango, meint K). ich sage eher ›Magneten‹ (wie Magnum). R möchte auf der Fahrt nach Wedding gerne wissen, wie er in den Texten auftaucht und ich überlege, ihn absofort ›den Handwerker zu nennen‹. Magneten. »seid mal Magneten« [Handlungsanweisung] gegen Ende des Tages hab ich endlich Ohren und Kopf mir Ks verrückte Geschichten anzuhören. interessant! »seid Magneten« – M zieht R an. zak! klebt seine Hand an ihr. ich gehe kurz vor Mitternacht ins Bett und bin morgen mit F verabredet.

ich sitze nun zum dritten Mal in den Studios, es ist immer noch halb eins (der Kirchturm) und 9:45, sagt der Computer. gleich bin ich mit F zum Streichen verabredet.

  1. wer mich sprechen hört, stelle sich nun das ausgeprägte ch vor []

220923 partir à Marseille

1) Text vergessen (M schickt ihn hinterher. wasn Glück) 2) ich beobachte das Gepäck der anderen: Koffer, Aktentaschen, Rucksäcke. manche sehen aus, als gingen sie nur kurz anderswo hin. nun hätte ich doch gerne einen silbernen Rollkoffer, ein dunkelblaues Cap, eine Jogginghose und einen grauen Sweater. (wie Stars am Flughafen | du musst nichts mitnehmen, weil alles, was du brauchst, kannst du auch anderswo kaufen. ich beobachte, dass viel Gepäck manches einfacher macht. ich erinnere mich an meine Florida-Beach-Tasse, die ich in Below vergessen habe und ich habe es nicht mal gemerkt.) 3) alle deine Sachen in eine Plastikwanne. nein. in mehrere. manchen sieht man das Reisen nicht an. 4) nach Marseille (mit freudig erregter Stimme) 5) M rät von meinem brauenen Lieblings-Hoodie ab. 6) ein kleines Mädchen simuliert mit einer Karte in der Hand ein Flugzeug.

7) FASTEN (seat belt) – nein, wir fasten nicht: hungrig.

8) ich erinnere mich, als ich das Flugzeug betrete an den Stewart mit dem österreichischen Dialekt, der mit dem anderem Stewart vor meinen Augen über mich sprach.

9) Mann mit Hobbes-Keksen nimmt schräg vor uns Platz. 10) charmant, der Sprecher spricht bayrisch und Herr Allesandro ist an seiner Seite und die Nr 1 hier. 11) wir fliegen Ri Nürnberg, über die westliche Schweiz und die Alpen. 12) Axel, Alex und Monika sorgen für Sicherheit UND Wohlergehen. 13) medizinischer Mundschutz soll entsorgbar sein. 14) i would like to remind you…. | ich erinnere dich daran, dass…

210824 | S

ausrechnen, wie viele Hummeln es braucht, damit sie nicht aussterben.1

Belower Zwetschgen werden zu Kuchen verarbeitet. letzten Donnerstag Falt-Kuchen nach überliefertem Rezept: so viel Gramm Zucker, wie alt du bist (mehr!) mhhhhh! ok-ok2

meanwhile: du hättest ihn kaufen sollen3.
wir / stehen in einer Schlange.
ich / kniee neben Ns Rad. eine / lange Schlange. über/ die Stimmung, die man hat, wenn man arbeitet und wie sie die Arbeit beeinflusst.

  1. Ss BA-Arbeit []
  2. J erzählt von Kinderbüchern, Geräusche, die kleine Kinder machen/verstehen, etwas beim Vorlesen vertonen. Kinderbücher mit Wiederholungen und irgendwann will man doch gerne mal vorlesen und nicht nur blättern []
  3. grüner Mantel. heute, am 210828 ist es schon überhaupt nicht mehr schlimm, dass ich den Mantel nicht gekauft habe. fast bin ich froh, dass nicht. []

210822 Below, sonntag

in den Genuss ländlicher Schönheit kommen. ich receycle die Worte vom Anfang des Jahres. draußen: irrer Lärm, Vogel-klappern und Gurren. die Gänse machen mehr Lärm als eine Schulklasse. das Anfangsklappern von Donna Summer Need you know. C.L. erinnert sich wehmütig zurück. auch ich erinnere mich wehmütig zurück an die intensiven Eindrücke. aber dieser Wehmut wird bald vergangen sein.

wir haben keine Wehmut.

210819 essen wir eine Suppe in Saigon. da, wo H so fürchterliches Bauchgrummeln hatte, als wir dort waren. vorsichtshalber erzähle ich es nicht den anderen Gästen.

irre Lärm: Gänse. ich bekomme auf einmal Lust rauszufahren. M schreibt eine knappe Nachricht. sehr knapp und ohne Smileys.

wie hätten wir denn die Kommunikation von unseren Eltern lernen sollen? Nein-sagen. Ja meinen oder so. das ist alles eher kopf- als körperbasiert.

und dann kann man auf einmal nicht mehr unterscheiden, was wichtig ist und wovon man nur sagt, es sei wichtig.

welches Brot ist weicher?

kann man Brot eigentlich einfrieren?

210821 Below.1 (morgendlich)

die Protagonistin hat aufregende Dinge erlebt und schickt nächtlich Nachrichten: sie ist vielleicht verliebt. Guten Morgen! ich sammle eine Schnecke vom Weg. ›na hallo!‹ (eine ist bis auf Schenkelhöhe meine Wand hoch. dass du da mal nicht vertrocknest über Tag). nachts ist es so feucht, dass man den Nebel auf einmal anfassen kann. wir stehen alle auf und bewundern den Mond: wie voll du bist und wie rund und wie rot.

guten Morgen, liebe Sonne! die Sonne scheint direkt auf den Tisch. ich gehe in die Halle und schreibe dort. morgen solls regnen (und wir sind schon wieder mit 1/2 Fuß in Berlin). jedes Mal vergessen, wie schön es hier ist.

wieder vergessen, wie schön es hier ist.1

Schnecken in untersch. Zuständen: waagrecht, senkrecht. / der Wand entlang

Berge, Mond, Nebel – was will man mehr.

wiedergefunden, ohne den Verlust zu merken: die Floriada-Beach-Tasse.

lese Despentes: Das Leben des Vernon Subutex.

L hat ein Maßband für die Steine vorbei.

8:23 Uhr: auf einmal überall Menschen.
wir befinden uns hier2.
es geht los (das macht die Zeit)

dazwischen die Diagonlaen, Zwitschern. an den Scheiben ist Tau! tau-e. los. S kennt A und Eva kennt mich und L war da, weil sie Below auf meinem instagram gesehen hat.3

  1. ist Schönheit zeitlos und nur körperlich und nur mit Distanz erfahrbar? ich hatte die Frage um die Schönheit vergessen []
  2. https://kunsthallebelow.de/ []
  3. beruhigend, dieses: die Leute kennen einander. neulich Gespräch mit J über daas Sich-Aufgehoben fühlen an einem Ort. irgendwo hingehen. jemand wird dich schon kennen. []

210820 (2) von der Autobahn / in Gedanken

Material Essen in untersch. Verarbeitungsgraden: alles, was nicht aussieht, wie Salami sorgt für Aufruhr.1

von der Seite schräg auf die Geduld kucken: wer bist du? ich lache, als sie sagen, wir machen eine Gefühlsrunde. sie geben den Sprechstab reihum. ich lausche und nehme mein Lachen zurück.

gerade war Ruhe2 eingekehrt. Tschüss-du. schön-wars. finde in den Reisenotizen wieder: gut sich zu erinnern, dass-es das gibt. gut! es gibt wirklich keine Haie im Landwehrkanal (kurz überprüfen: nein, nur Schlauchboote). später, aufm Spielplatz: der Typ, der für die Freiheit stirbt, haben die Berlin Kids an die Wand gesprüht.

stoisch-nein. wir haben den Fuchs im Sand verloren3 such doch ma endliche den Fuchs. wir wollen los. / = lies doch mal! (Händler:in – mächtige Empfehlungen aussprechen)4

  1. ich erinnere mich an den Schinken und den Leberkas zu Weihnachten. ich erinnere mich auch an das Spanferkel zu Ms Geburtstag. meine eigene merkwürdige Scheu) ich denke da unter Anderem an: ja, auch an den LidlKaffee. die Sonne scheint durch die dreckigen Fenster des Autos. wir durchqueren die Stelle, an der wir aufhörten von der Lufthansa-Kreditkarte und anfingen von meiner Persönlichkeitsstruktur zu sprechen. wie bist du? ((diese Frage taucht immer wieder auf in „der Wert der Dinge“ [Arbeitstitel]. gestern lese ich C den Anfang vor. noch Schwierigkeiten den Text so zu nehmen, wie er ist. ungewöhnlich für Lyrik: die Alltagsmomente, sagt C []
  2. nicht vergessen, dass die Ruhe tut weh, weil Zeit dazu ist alles weh-tun zu spüren []
  3. und das ist nicht uns passiert. wenig später entsetzten, wie Spielzeug vorbereitet, ein richtiger Mann / eine richtige Frau zu werden: Fürsorge, Schönheit, Handwerken/Bauen, … die Elfe tanzt währenddessen am Klettergerüst. []
  4. ich stelle fest: was ne Wucht, wenn du jemanden empfiehlst, was zu kaufen ist. ich stelle auch fest, dass die getroffene Auswahl entscheidend ist, was Angebot ist. []

210820 (1) MorgensDinge, Abfahrt: Below

Morgens-Dinge:

  • Haare durcheinander, Haargummi irgendwo
  • Worte aus Träumen noch auf den Lippen / in den Ohren (»du hast doch gerade … zu mir gesagt—nö«)
  • noch Sand in den Augen haben (au später noch. ich mach das ma weg.)
  • lese ein paar Seiten, sehe C beim wieder-einschlafen, wieder-aufwachen zu. in der Hand Rahel Jaeggi1

ich halte unsere2 Visitenkarte in Händen: wirarbeitenimmer.3
dann: 4h Arbeit für Geld.4

Abfahrts-Dinge: putzen, packen, Chaos5 komprimiert auf mein Zimmer zurücklassen. (so schlimm ist es nicht. stimmt schon.) ich sage schon mal: Hallo-Hallo. Hallo Land-life (wir berichten wieder live aus Below. live von der Beautyfarm für innere Schönheit) und empfehle Lola Randl: Garten. (zum Schlapplachen) ich empfehle auch: packen Sie ihre Sachen lieber einen Tag zu früh. aufbrechen in großer Hektik, nehme das verhasste/geliebte Arbeitsgerät mit. Hast du den Troyer?

  1. 211122 wenige Monate später wird sie mit Mann in der Schlange im Kino stehen und ihren Auweis vergessen haben. []
  2. Mona & ich []
  3. das Vertrauen, dass alles wird, was muss. hier sollte irgendwas stehen zum Selbstvertrauen, das bei eigenverantwortlichem Arbeiten entsteht. Selbstvertrauen / Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Erkennen von Zusammenhängen. Zufriedenheit. []
  4. ich hatte ganz vergessen … []
  5. denke an Ts Mitbewohner und dieses Wort, das er für Ordnung & Chaos hatte und welche Rolle die Kunst dabei spielt. davon hat er letztens erzählt, als der Fuchs meinen Schuh geklaut hat. []

210805 Paris, Rückflug

jetzt mach dir ma nich son Kopf, was du anziehen wirst1 ich sehe Glitzer in meinem Gesicht und Glitzer an mir. ja-ja. kurz sitze ich2 auf der Holztreppe und warte auf L. dann: Suche nach den Ähnlichkeit der beiden Schwestern. was auffällt, sind die Unterschiede. C wird Bonnie & Clyde lesen. gemeinsam Verbechen planen3 ich freue mich jetzt erst mal auf Samstag. wir leben im Jetzt. Körper an Körper.

das Jetzt dauert 10 Minuten.

ich sehe den dunklen Händen des Busfahrers zu, wie sie vorsichtig zwei Servietten (Paul – depuis XXXX) übereinanderlegen, falten und glattstreichen. »c’est bon«, sagt er. (nun hat das Französische gerade erst angefangen zu4 wirken. »je prends la deuxième Limonade«)

auf der Autobahn ganz kurz die Idee sich am Flughafen TOD’s zu kaufen.5

verschiedene Wege, die auf ihre Art die besten sind

Auszug aus einer Familienunterhaltung6

  • einen auf Bour·geoi·sie machen, am butte wohnen. (dann kann man sich an einem der Cafés dort treffen).
  • 3 Empfehlungen für Marseille
  • über Zusammenarbeit:7 der Ort als konstituierender Faktor. Ateliergemeinschaften, Wohngemeinschaften. der Ort, der zur Wir-Werdung beiträgt. die Feststellung ein wir zu sein und nichts dafür getan zu haben.8 ich sitze wieder am Fenster. hinter mir die Familie. vor mir: bietrinkende Männer mittleren bis älterne Alters, die ich aus Versehen zu lange angesehen habe und jetzt sehen sie die ganze Zeit zu mir.
    ich erinnere mich an Hs Empfehlung im Bordbistrot Bier zu trinken. das habe ich nun auch angefangen.9

    ich sitze am Flughafen. am Gate, am Glasfenster. am Tisch hinten werden Dinge mit Butter beschmiert. der Vogel landet. (Frenchbee). eine Frau geht an Fenster und filmt. sie hat ihren Mund merkwürdig weit aufgerissen. vielleicht filmt sie sich selbst. mir

    die zwei mittelalten bist älteren Männer essen Müsliiegel von Aldi10
    ein älterer Mann hat die Beine neben dem Tisch. er ist groß.
    ein Paar: MacBookAir, er sich zu ihr geneigt, den Bildschirm halb gedreht. sie könnte auch reinsehen, abe sie tuts nicht. (einen Computer für zwei). haben wir eigentlich immer auf deinem oder auf meinem Computer netflix gekuckt?11

    ich sitze am Fenster. das blaue-weiße Vogel ist gleich wieder weg. ich kann mich nicht konzentrieren.

    • lautes Kieken. (der Vater über die deutsche Übersetzung des Kindes von ›french bee‹ (was ein Wunderknabe, wer das übersetzten kann)
    • wer hat denn jetzt die Karten eingesteckt?’
    • irgendjemand muss noch den Tagebucheintrag machen.12
    • iss ma! Aufforderung des Vaters. (sie warten darauf).
    • 3. Tag? was war da? – was war das letzte, das ihr eingetragen habt? ah so – zweiter Tage bei dir zu Hause. Frühstück, Baguette, Kefir. Fußball im Garten, Rundfahrt mit dem Auto. dann waren wir noch Crêpe esssen, 3 Bienenstiche. Bieberbande.
    • ok. nächster Tag: Frühstück, Fahrt zur Jugendherberge. kannst ja mal drüber schreiben. Sonntag. 2. August (oder welcher war das nochmal?)

    ich erinnere mich an den Legionellen(?)-Skandal im KitKat

    • geräumiges 6-Bett-Zimmer. herrliche Betten. (die Mutter: das)
    • der Vater: ne. wir sind zur Touriinformation gehabt. die hatte aber zu. dann sind wir erst mal zum Hafen gelaufen und haben Eis gegessen13.
    • ›Eis-ess-en-am-Ha-fen‹ Diktat: was passiert ist.
    • ihr müsste es euch so vorstellen. kleine runde Tische, vermeintlich bequeme Stühle. ein älterere Mann weiter vorne hat seine Füße beiseite gelegt.
    • dann können wir jetzt nochmal die Verletzung aufschreiben (Arthur stürzt ab). warum sind Verletzungen eigentlic so wichtig für Kinder? dann: Pomm-Fritt, Crepes, und Burger zum abendesssen.
    • außerdem war man noch Baden am Strand.

    abends: Yogitee

    • fünfter Tag: spätes Frühstück, dann haben wir im Supermarkt eingekauft. direkt unterm Hafen geparkt. ganzen Tag am Strand mit Picknick, und dann abends. ›Strand-Tag mit ‹
    • ich schreibe jetzt auf, was ich über den Tag denke (Machtansprüch bei 8-Jährigen innerhalb eines Familienkomplexes. hm.)

    ich erinnere mich [A] an den Rabbi mit Gemeinde in Berlin. [B] an das kartenspielende Paar im April.

    beliebig. ja genau, aber immerhin nur 10 Minuten. (momentan=currently)

    Klatschen.14 vor Gate A20 steht eine lange Schlange. gleich werde ich aufstehen und mich einreihen.

    ich erinnere mich an meine Empörung über die automatische Voreinstellung, den Haken bei zwei Betten.15

    1. Freude kommt auf. die Sorge vor der Schlange verschwindet (der letzte (ja?) Haken). []
    2. ich und mein Rucksack []
    3. da wären wir bei der Frage: was SIND eigentliche Verbrechen und gehts vllt eher um Anti-Norm? []
    4. häh? []
    5. natürlich gibt es keinen TOD’s-Laden, fast überhaupt gar keine Geschäfte. ich finde Bs Parfüm, sprühe gegen mein Handgelenk und Reibe die beiden Handgelenke aneinander []
    6. wer nicht in Gruppen oder zu Zweit, sondern alleine hier sitzt, der arbeitet.

      • ›die‹ Quiche heißt es. jahwoll ›die!‹
      • und natürlich lache ich aus Versehen.

      • ›du Magnet‹, sage ich zum M ((Léa meint Duras sei bekannt für Sätze wie »›vielleicht‹, sagt sie.« []
      • das Thema Ms und meiner Abschlussarbeit []
      • sie sieht ihn an, während sie mit mir spricht []
      • ich lerne W kennen—es folgt ein Drama []
      • in einem Anfall von Wahn kaufe ich Cornys (Schoko-Banane) vor Abfahrt. sie liegen direkt neben dem Lübecker Marzipan. ich erinnere mich, dass wir diese Riegel auf Radtour gegessen haben. deswegen kaufe ich sie. ein Gefühl wieder wach rufen. hallo Proust! []
      • ich erinnere mich an das schreckliche blaue Licht, dass ich immer nicht schlafen konnte. wenige Tage später erzählt mir P, dass er nicht schlafen kann und dass ihn der Doktor zu S schickt. []
      • es kam mir immer absurd vor. mehrere ein Buch – vielleicht war ich da noch in dem jugendlichen Loslösungsprozess, der sehr totalitär ist. []
      • ich hätte jetzt auch gern ein Eis []
      • für das Klavier. ihr verträumt-wünschender Blick: gerne wieder Klavierspielen. warum machst dus nicht? es bleibt beim Wollen []
      • und ein bisschen empört bin ich auch jetzt – über den einzigen Weg, der als etwas angegeben wird. der Empörung wird etwas anderes folgen []

    120804

    das Haus—dann kauf es dir doch1 dramatische Einlage von—wir nutzen die Stereoanlage. weird; dennoch schmackhaft zu Abend: Kräutertee und belgiesches Bier, Käse und vor allem: Salat mit Gurke und Melone dazu—episch. (auch die Bordüre an der Wand).

    [vorsichtig]: ›bist du Samstag zurück,?‹ – (gleich folgt eine Einladung zum Rave, warte nur). nun kommt das Telefonat von heute morgen zurück. jung und agil schwimmt der Unternehmer durchs Wasser der Stadt, wie durch ein Aquarium. er gibt den BMW ab, versichert dem Kundendienst er brauche keinen Ersatzwagen und leiht sich ein TIER aus (er hat ein Abo). auf an den Stadtrand! stellt es kurz vorher ab. (tah! wie weit reicht die Mobilität?2 )

    komm, wir fliehen wieder irgendwo hin. (und den Kaktus nehmen wir mit—ins irgendwohin am Samstag. auf in die Verantwortungslosigkeit. heute morgen hatten wir noch davon gesprochen und jetzt machen wirs wirklich. auf einmal sind wir wieder jung.—(„that was epic“)

    1. ! SMS an A: wem gehört es demn? E: egal, kauf es dir! []
    2. ich trage derweilen einen Kaktus durch die Stadt []

    120804 ode auf essen [Paris, kurz vor Schluss]

    1 das ordinäre Croissant, die salzige Butter, der Honig (miel [Name nochma nachlesen], der eine Käse, der andere Käse, die Karamell-Schokolade und? die weiche Avocado, das Schoko-Macron. ich schwelge.

    1. eine Ode? weiß ich ja gar nicht genau, was das ist []

    210802 Paris [12]

    bin ich jetzt eigentlich Reisebloggerin?

    M sagt: nur nicht das Leben vergessen. oke, aber wenn man nun gar keine Zeit hat zu arbeiten, weil man so sehr leben muss? der Beschluss loszugehen (jetzt aber wirklich).

    was ist schön?

    210731 Paris [10]

    die Zwillinge stolpern auf mich zu und halten mir abwechselnd Erdbeeren vor die Nase. (»und wie heißt das?« – c’est un fraîse, mais c’est … vert.«)

    »jetzt lass sie. sie ist Deutsche. sie versteht dich nicht.« erst dann hört er auf vom pass sanitaire zu sprechen, von der Polizei, die man rufen würde, den Strafen, die es gibt, ohne den Pass1

    ich sitze zwischen hohen Häusern in St. Denis.
    was suchst du? — ach,
    Erdbeeren.

    Gespräch mit H. Abraten vom Alleine-reisen2

    ein neues Lied für die Playlist: Mr. Vegas Head High (ich erinnere mich)3

    1. ich erinnere mich an Flusser, Undinge und finde es auf einmal furchtbar absurd, dass der QR-Code der Grund ist, nicht eingelassen zu werden – und dann ist es noch eine Draußenveranstaltung . aber ich bin müde und nicht aufgelegt in einer fremden Sprache über Hörigkeit zu diskutieren []
    2. wie erhellend, wie anstrengend, wie Drogen-nehmen. []
    3. kommt es bei den neuen Liedern etwas immer darauf an, dass sie erinnern []

    28. April, Paris [7]

    wo sind wir? – immer woanders. immer-wo-anders sein. ein weiteres Tartelette chococal caramel. willst du sein wie ich? (Empfehlungen aussprechen). C verweist auf Hartmut Rosa und die Unverfügbarkeit.

    sich die gleichen Dinge zuführen. du-du-du machst jetzt gefälligst den Mund auf. Fotos aus dem Urlaub schicken. (S schickt ›Grüße von der Autobahn‹). das Begehren der anderen steigern.
    in der Nacht ruft D an. irgendwo, in irgendeinem Hotelzimmer.

    ich erinnree mich an letzten Sommer, der müßig vor sich hin plätscherte. die Brombeeren am Fluss. an jeden Tag etwas zu essen. im Herbst getane Arbeit konserviert und aufbereitet

    27. April 2021, PARIS [6?]

    kurzer Besuch bei Proust.1 kurz warten, bis das Grab frei ist. wir machen ein Foto. C protzt: Swanns komplett (verputzt)

    se souvenir [ ich erinnere mich…]: un truc comme ça.

    wir haben nicht Backgammon gespielt. oh nein. (aber wir spielen ein Tag später)

    die Buchstaben hiers: kleine niedliche a-s und e-s

    das hatten wir schon Mal.

    »und bist du noch?«, fragt sie. naja, also… ich laufe durch den Regen in Montmarte. Treppen und Hügel bergauf und bergab – M an der Strippe. vom Urlaub (die ganze Familie) – on ne jamais fais de vacances.

    ich sitze in der Sonne. feiner Regen.

    bedauerlich bzgl,

    was zählt? die Zesten der Zitrone. der Kaugummi (chewn by C – sagt er).
    was ist ›die Freiheit‹.2

    abends Einblicke in Derrida (auf Cs Nachttisch) und

    meine müden Augen.
    herausfinden, was Freiheit ist (liberte = ) fraternité, egalite. on est tou-jours-la-ha-ha-ah (C leicht bei: du issst

    wer ist eigentlich [Lückenfüller] ?

    1. an alle Père-Lachaise-Besucher:innen – die Karte, die der Friedhof bietet muss nicht unbedingt richtig sein. kurze Ernüchterung, dass eine falsche Karte auf jeden Fall von google mapsgeschlagen wird []
    2. etwas, das als ›fact of life‹ vorausgesetzt ist. s. Rahel Jaeggi – Kritik von Lebensfomrne. []

    26. Juli, Paris [5] – Teil 2

    Käse ohne Löcher. was wird mehr, wenn es gleichzeitig weniger wird? – Käse mit Löcher (»je mehr Löcher, desto mehr Käse. je mehr Käse, desto weniger Löcher«)

    endlich läuft ein Franzose mit Baguette vorbei. (Tag 5—19:17 Uhr)

    abends

    1: Sohn, Mutter
    2: ich
    3: Kellnerin
    4: Monsieur Wang1
    5: Paar 1
    6: Paar 2 (erstes Date)
    7: Mann

    —(1): ich werde nicht! den Salat nehmen. nein nein.
    —(2): ich werde nur trinken, nichts essen.
    —(3): leises Lachen. man sagt nicht ich bin hier »pour boire« = sich vollaufen lassen. (Vermutung). es fehlen mir Worte, elegante Wörter, kleine Entgegnungen, um auf Dinge wie »Entschuldigung« im Vorbeigehen zu reagieren.
    —(5): genussvoll die Zigarette zum Mund führen. ihre Beine berühren sich.
    —(4): sitzt immer noch (eher wieder) hier. (gleicher Platz wie letztes Mal. Haweihemd wie letztes Mal. ich erinnere mich, mit D in Vietnam: die beiden alten Männer, das jemandem-vertrauen, den man nicht kenn (er: ich bin so froh, das gemacht zu haben)
    —(1): on a achoisi maintenant, aber: ist das Fleisch auch aus Frankreich?
    —(3): – – tadam! wir haben uns (also sie sich) entschieden.
    —(3): und was nimmt der Herr zu trinken? die Frau mit den Fischen im Bauch umschlingt mit langen Nägeln einen Teller Pommes. [stelle mir L vor, wie sie Dinge durch die Gegend trägt, »ach und sie nehmen also den Pinot Noir« – das ist eine wirklich gute Wahl. (hochoffizielles Flirten.)
    —(1): sie ist nett. (anerkennend)

    im Radio: Babushka

    —(3): Hugo?
    —(1): Gespräche: … wir haben uns für – das gute Leben entschieden. die ist wirklich nett. bevor wir das Essen essen, schnell noch das Handy zücken: Foto.
    —(7): der Mann mit dem Bier, das vorher noch halb vor war. jetzt isses halb leer. gleich wird er zahlen. gerade eben fläzt er noch auf dem Stuhl.

    die Hände mit dem Handy zwischen den Beinen, flätzt auf dem Stuhl. EarPords im Ohr2.
    —(6) ein Tisch ganz am Ende. erstes Date oder zweites. führen vorsichtig Stücke vom Teller in den Mund. vosichtig lachen. der Ketchup steht bereit für die Pommes. (mit oder ohne?)

    morgens3 : Regen – trois versions de la pluie. schnell die Kapseln (Käsekapseln) nach drinnen bringen, damit nichts nass wird. (Hab-Acht / O-bacht)

    —(1): vs attendez de qn?
    —(2): – äh … no (außer auf Prinz Charming wart ich auf niemanden. dem sagen wir noch schnell Tschuss. nur ein kurzes sich-Ansehen über die Menge hinweg. kein Tschüss, weil wir haben uns auch nicht »Hallo« gesagt.
    —(1): warten Sie auf jemanden?
    —(2): nein
    —(3): trinkt 2cm in 20 Minuten. (das trinken genießen. Zeit bezahlen, nicht das Bier).
    —(4): auf einmal Gespräche über Politik und Burger – bei vino.
    —(2): na dann.

    im Radio: Bläser. (hier hätte Muttern wieder zu weinen angefangen).
    else: das geht gut, aber nicht lange. staubtrockenes Gebäck im Mund und das golden Band in den Haaren.

    —(3): gähnt.

    —(5): eine neue Zigarette. Griff zuM Handy. grinsen, lachen, tippen, schreiben. ich will nicht schreiben. gezwungen Zeit irgendwie zu verbringen, um mit den anderen Zeit verbringen zu können.

    im Radio: sugarman, Rodriguez.

    —(3): c‘est fini?
    —(1): ich nehme noch ein weiteres Glas Wein. diesmal nehmen wir einen Rose. —(3): donc….
    —(1): »die Sache ist« = le truc, c‘était.
    —(6): glimmend eine Zigarette. ein Glas rotwein. bitte süß.

    else: man wird anders wahrgenommen, wenn man alleine ist im Vgl. zu: wenn mehrere Menschen
    der Heimweg gestern, der war lustig

    Mann mit Rennrad schiebt vorbei.
    Zeit in heute und frrüher einteilen.
    gestern.

    1/2 Baguette mit Ziegenkäse und Honig.
    J ist fünfzig, und nun ist er in asiatischen Ländern (nicht ›Asien‹)

    ein Tisch, der bis jetzt noch keinen Beachtung fand.
    drüben wird das Lachen lauter. kichern – hahahaha.
    als ich zwanzig war, war ich mit einem Mann zusammen, der sehr verliebt in mich war – er war Architekt. aber weißt du, wir warn nicht zusammen, ich war nicht verliebt in ihn.

    1. diesen Namen übernehme ich einfach von C []
    2. ich erinnere mich, dass EarPods vor nicht allzu langer Zeit noch eine Seltenheit, eine Auffälligkeit und wirklich sonderbar waren []
    3. die Einteilung des Tages in 3 Zeitabschnitte: morgens-mittags-abends []

    26. Juli, Paris [5]

    »ahhhh! vous-êtes d’ou?« (freundlich gefragt werden, weil man aus versehen der Baguette und nicht la sagt und la monde und nicht le). ein Baguette und zwei Croissants s’il vs plaît – und eine Zeitung. (okee, Augen-drehen, der Nach-Rausch gehört auch zum Rausch. lasses uns positiv sehn. na gut.) ein flüssiges Ei und ein Croissat. seit wir den Käse haben, steht die Maronencreme hintenan.

    25. Juli, Paris [4]

    durch den Park, C blickt den Bällen hinterher. Kaffee1-sans-lait / (könnte ich bitte?, also:) + lait. dem benachbarten Tisch lauschen im Jardin du Luxembourg. durch den Jardin, nach Montparnasse, zu den beiden Bahnhöfen. in der Bahn eine Mister-Bean-Gestalt (›allô? – allô?‹ presst er sein Handy ans Ohr. in der Bahn dann. huch, stößt sich an allen. hach, entschuldigen sie, ich lache laut, ich habs nicht gesehn, aber C erzählt– hinter mir lacht man über mein Lachen (ach du meine Güte). im Bahnhofsviertel, bei einem authentischen (!) Inder – ça lui remarque… (jap. tuts. Mangolassi, hmmm). minimal-Exzesse im Alltag. das knallt ordentlich nur das Rauchen, das ist uns (mir eher) keine 13 € wert. die Nachbarn teilen Tabak (in einer Plastiktüte, gemischt mit dünnen Filtern in Plastikröhrchen. »des feuilles?« – die hab ich. »passen Sie auf, hier muss irgendwo noch ein wenig Gras versteckt sein« – huch. vous-êtes d‘ou? (neugierig).

    an einem Sonntag in Paris. wir sitzen hier an der Ecke.

    monsiuer sucht seine Freunde: Blicke in unsere Gesichter, in unsere Gläser – »vs boivez du Gin-Tonic?« – ne Negroni – die eigenen Freunde anhand ihrer Getränke. irgendwann kommen sie wieder, haben nur was zu essen geholt. sie lachen sich an. schön anzusehen. der Barkeper hüpft Betrunken den Berg hinauf. die Barkeeperin: »have a wonderufl night!« (beide ziemlich besoffen. wir tragen hier keine Maske (ebenfalls besoffen, am Tresen)

    minimal-Exzesse im Alltag. »ich war da. nichts ist wie vorher. mein Gott.« (schreibt S)

    [was allem vorausging: der Versuch an der Champs-Elysee einen Test zu bekommen, aber Touristen müssen zahlen. Anne Immhof entgeht uns.]

    1. für die Dokumenation möchte ich festhalten: einfacher Kaffee, niemand weiß, ob allongé oder créma für 5 Euro []

    24. Juli, Paris [3]

    ich entlocke der Kaffeemaschine einen Kaffe.

    C hat Blumenberg neben sich liegen. (inner Tüte, in der auch der Mac is). Blumenberg sagt »Fikten«.

    man höre: https://www.youtube.com/watch?v=InIw_a9FEtg, man esse Tartelette au Citrone und Quiche Lorraine (in der btw immer noch kein Lauch ist).

    Gespräch mit C über wie-man-ist / wie-man sagt-wie-man ist. wie man sagt, dass man ist. wie willst du sein?1 und was sagst du. die Nachfragen der anderen nicht als kleine Angriffe verstehen, sondern als zu der Bewegung gehörig. (C) (einleuchtend)2

    wir laufend Abends durch die Straßen (en cherchant –– de glace pour manger. »dass brauchen Sie jetzt aber nicht zum Einschlafen?«). vino-trinken und Cuba-libre. (›Frei-heit‹)3

    1. und wann hörst du wieder auf etwas zu sein. der Aufruf Enden zu vollziehen. []
    2. ich werde versuchen die Angriffe ebenfalls nicht als Angriffe sondern als Interesse zu verstehen. []
    3. sich was nehmen, was man nicht haben kann []

    23. Juli, Paris [2]: Fikten

    festlgen, was passiert. stell dir vor, du – (jemandem etwas einreden: du bist –––). »Fikten« (so nennt es Blumenberg, sagt C)((ich erinnere mich an die Empfehlung von CLs Vater Frauen, die Blumenberg lesen, zu behalten ). an der Seine die Füße ausstrecken. hier ist es hässlich und stinkt, wie es sich gehört für eine große Stadt. wir tragen ein Baguette und Salat durch die Gegend. Maronencreme auf Madelaines mit Zitrone.

    22. Juli: Flug → Paris [1]

    Parallelprotokoll1 ohne Ankündigung an Gate A31.

    nach Paris fahren: Wolken kucken und Tauben zählen.

    1. AUSZUG 17:23 – 17:39 / Durchsage für Alexander oder Alexandra à la ‚wir erinnern Sie nochmal‘. Reihe 2 geht das Handy vom Lockenkopf. Reihe 3 malmt einer Nüsschen. Hinter dem Flugzeug ist das Feld. Vorm Föugzeug ist ein kleiner Abgrund. Warum sind die Fenster bis zum Boden? Der Boden ist weiß, wie Schinken gefleckt. [Fleißig auf die Tastatur tippen]. der Nüsseesser trinkt auch noch was; prüfender Griff auf die Packung – leer. Einer mit Papiertüte geht vorbei. C hat eine Plastiktüte dabei, in der der Laptop verstaut ist. Die hochgezogene Jacke eines Mannes unter seinem Rucksack, der vorbeigeht. Der Nüsseesser bereitet sich vor. Der Lockenkopf hat wieder aufgelegt. Gleich öffnet und schließt das Gate; werden wir in den Bauch des Flugzeugs gehn. In unseren Bäuchern die Brote – vielleicht. Der Hintermann lässt ein Getränk zischen. Wie heißt das Geräusch, das Rollkofferrollen auf Rollbändern machen? Eine Frauenstimme kündigt an, dass in wenigen Minuten irgendwas mit dem Gate ist. „Thank you for your attention.“ / Meine Aufmerksamkeit ist irgendwo. Unser Hintermann hat einen Alukoffer. So einen will ich auch. Nun wirft er die halbvolle Cola auf dem Weg in den Bauch des Flugzeugs in den Bauch des Mülleimers. Der Nüsseesser fummelt an seinen Augenbrauen. []