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210822 Below, sonntag

in den Genuss ländlicher Schönheit kommen. ich receycle die Worte vom Anfang des Jahres. draußen: irrer Lärm, Vogel-klappern und Gurren. die Gänse machen mehr Lärm als eine Schulklasse. das Anfangsklappern von Donna Summer Need you know. C.L. erinnert sich wehmütig zurück. auch ich erinnere mich wehmütig zurück an die intensiven Eindrücke. aber dieser Wehmut wird bald vergangen sein.

wir haben keine Wehmut.

210819 essen wir eine Suppe in Saigon. da, wo H so fürchterliches Bauchgrummeln hatte, als wir dort waren. vorsichtshalber erzähle ich es nicht den anderen Gästen.

irre Lärm: Gänse. ich bekomme auf einmal Lust rauszufahren. M schreibt eine knappe Nachricht. sehr knapp und ohne Smileys.

wie hätten wir denn die Kommunikation von unseren Eltern lernen sollen? Nein-sagen. Ja meinen oder so. das ist alles eher kopf- als körperbasiert.

und dann kann man auf einmal nicht mehr unterscheiden, was wichtig ist und wovon man nur sagt, es sei wichtig.

welches Brot ist weicher?

kann man Brot eigentlich einfrieren?

210821 Below.1 (morgendlich)

die Protagonistin hat aufregende Dinge erlebt und schickt nächtlich Nachrichten: sie ist vielleicht verliebt. Guten Morgen! ich sammle eine Schnecke vom Weg. ›na hallo!‹ (eine ist bis auf Schenkelhöhe meine Wand hoch. dass du da mal nicht vertrocknest über Tag). nachts ist es so feucht, dass man den Nebel auf einmal anfassen kann. wir stehen alle auf und bewundern den Mond: wie voll du bist und wie rund und wie rot.

guten Morgen, liebe Sonne! die Sonne scheint direkt auf den Tisch. ich gehe in die Halle und schreibe dort. morgen solls regnen (und wir sind schon wieder mit 1/2 Fuß in Berlin). jedes Mal vergessen, wie schön es hier ist.

wieder vergessen, wie schön es hier ist.1

Schnecken in untersch. Zuständen: waagrecht, senkrecht. / der Wand entlang

Berge, Mond, Nebel – was will man mehr.

wiedergefunden, ohne den Verlust zu merken: die Floriada-Beach-Tasse.

lese Despentes: Das Leben des Vernon Subutex.

L hat ein Maßband für die Steine vorbei.

8:23 Uhr: auf einmal überall Menschen.
wir befinden uns hier2.
es geht los (das macht die Zeit)

dazwischen die Diagonlaen, Zwitschern. an den Scheiben ist Tau! tau-e. los. S kennt A und Eva kennt mich und L war da, weil sie Below auf meinem instagram gesehen hat.3

  1. ist Schönheit zeitlos und nur körperlich und nur mit Distanz erfahrbar? ich hatte die Frage um die Schönheit vergessen []
  2. https://kunsthallebelow.de/ []
  3. beruhigend, dieses: die Leute kennen einander. neulich Gespräch mit J über daas Sich-Aufgehoben fühlen an einem Ort. irgendwo hingehen. jemand wird dich schon kennen. []

210820 (2) von der Autobahn / in Gedanken

Material Essen in untersch. Verarbeitungsgraden: alles, was nicht aussieht, wie Salami sorgt für Aufruhr.1

von der Seite schräg auf die Geduld kucken: wer bist du? ich lache, als sie sagen, wir machen eine Gefühlsrunde. sie geben den Sprechstab reihum. ich lausche und nehme mein Lachen zurück.

gerade war Ruhe2 eingekehrt. Tschüss-du. schön-wars. finde in den Reisenotizen wieder: gut sich zu erinnern, dass-es das gibt. gut! es gibt wirklich keine Haie im Landwehrkanal (kurz überprüfen: nein, nur Schlauchboote). später, aufm Spielplatz: der Typ, der für die Freiheit stirbt, haben die Berlin Kids an die Wand gesprüht.

stoisch-nein. wir haben den Fuchs im Sand verloren3 such doch ma endliche den Fuchs. wir wollen los. / = lies doch mal! (Händler:in – mächtige Empfehlungen aussprechen)4

  1. ich erinnere mich an den Schinken und den Leberkas zu Weihnachten. ich erinnere mich auch an das Spanferkel zu Ms Geburtstag. meine eigene merkwürdige Scheu) ich denke da unter Anderem an: ja, auch an den LidlKaffee. die Sonne scheint durch die dreckigen Fenster des Autos. wir durchqueren die Stelle, an der wir aufhörten von der Lufthansa-Kreditkarte und anfingen von meiner Persönlichkeitsstruktur zu sprechen. wie bist du? ((diese Frage taucht immer wieder auf in „der Wert der Dinge“ [Arbeitstitel]. gestern lese ich C den Anfang vor. noch Schwierigkeiten den Text so zu nehmen, wie er ist. ungewöhnlich für Lyrik: die Alltagsmomente, sagt C []
  2. nicht vergessen, dass die Ruhe tut weh, weil Zeit dazu ist alles weh-tun zu spüren []
  3. und das ist nicht uns passiert. wenig später entsetzten, wie Spielzeug vorbereitet, ein richtiger Mann / eine richtige Frau zu werden: Fürsorge, Schönheit, Handwerken/Bauen, … die Elfe tanzt währenddessen am Klettergerüst. []
  4. ich stelle fest: was ne Wucht, wenn du jemanden empfiehlst, was zu kaufen ist. ich stelle auch fest, dass die getroffene Auswahl entscheidend ist, was Angebot ist. []

210820 (1) MorgensDinge, Abfahrt: Below

Morgens-Dinge:

  • Haare durcheinander, Haargummi irgendwo
  • Worte aus Träumen noch auf den Lippen / in den Ohren (»du hast doch gerade … zu mir gesagt—nö«)
  • noch Sand in den Augen haben (au später noch. ich mach das ma weg.)
  • lese ein paar Seiten, sehe C beim wieder-einschlafen, wieder-aufwachen zu. in der Hand Rahel Jaeggi1

ich halte unsere2 Visitenkarte in Händen: wirarbeitenimmer.3
dann: 4h Arbeit für Geld.4

Abfahrts-Dinge: putzen, packen, Chaos5 komprimiert auf mein Zimmer zurücklassen. (so schlimm ist es nicht. stimmt schon.) ich sage schon mal: Hallo-Hallo. Hallo Land-life (wir berichten wieder live aus Below. live von der Beautyfarm für innere Schönheit) und empfehle Lola Randl: Garten. (zum Schlapplachen) ich empfehle auch: packen Sie ihre Sachen lieber einen Tag zu früh. aufbrechen in großer Hektik, nehme das verhasste/geliebte Arbeitsgerät mit. Hast du den Troyer?

  1. 211122 wenige Monate später wird sie mit Mann in der Schlange im Kino stehen und ihren Auweis vergessen haben. []
  2. Mona & ich []
  3. das Vertrauen, dass alles wird, was muss. hier sollte irgendwas stehen zum Selbstvertrauen, das bei eigenverantwortlichem Arbeiten entsteht. Selbstvertrauen / Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Erkennen von Zusammenhängen. Zufriedenheit. []
  4. ich hatte ganz vergessen … []
  5. denke an Ts Mitbewohner und dieses Wort, das er für Ordnung & Chaos hatte und welche Rolle die Kunst dabei spielt. davon hat er letztens erzählt, als der Fuchs meinen Schuh geklaut hat. []