SchlagwortMensch

220716 die Zeit (morgens), Café Kotti (abends)

treffe mich mit N. wandern die Spree entlang, stellen fest: auf der Insel der Jugend war ich schon oft.

Objekte am Ende: abstrakte Arbeit.

nur das Kapital zählt. die Bedingungen sind egal.

»das Kapital?«
»die Erfahrung.«
»is ja auch irgendwie Kapital.«

wir wissen überhaupt nicht mehr, was Natur und was Mensch ist.

A lacht sich kaputt: Menschen, die an der Kunsthochschule Berlin ihre Abschlussarbeit malen. ich vergesse zu sagen, dass es eben nicht nur Notizen waren.1

sitzen über den Dächern – quatsch. im Café Kotti. sitzen und As Mitbewohnerin R sagt, sie könne ihre Abschlussarbeit in diesem Zustand nicht schreiben. ich weiß nicht genau, was sie meint, frage aber nicht nach.

unten geht die Drehzahl eines Autos hoch.

»Männer« sagt R.

im Briefkasten ihrer Chefin lag die Visitenkarte eines Ghostwriters.

Schreiben kann jede. jede, die Geld hat.

  1. eigentlich will es auch so: es sind bloß Notizen, es ist nichts Großes daran, etwas zu schreiben. jeder kann das – manche einfacher, mache schwieriger []

211023 im Garten

im Garten stehen Menschen rum. wenn keine Menschen rumständen, dann wüssten wir nicht, dass es ein Garten ist. ob Kinder nun zweisprachig erzogen werden sollen oder nicht. ein Kind ist ein Container, den man vollstopfen kann und nacher muss es ihn mühsam entrümpeln. die Kindheit als eine Zeit, in der man noch weitestgehend frei ist von Zeit und von Zweck oder der Zweck in den Dingen selbst liegt. einige Tage später fange ich an: Annas Kindheit ist eine Erfindhung zu lesen. die Begriffe bekommen langsam Bedeutung.

›magnetisch angetriebene Züge‹ höre ich im Radio und ›Warenverkehr‹ / ›Personenverkehr‹. ich höre der Geschirrspülmaschine zu und nasche lasche Salzstangen, abwechselnd mit Pinienbonbons aus Marseille.