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211208 nach einem Aufenthalt in den Tropen

nach dem Ausflug in die Tropen ist mein Zeitgefühl durcheinander und mein Kreislauf ebenfalls.

M und ich finden von uns selbst überrascht Gefallen am Rutschen. K reitet mit einem anderen Kind auf einem leuchtenden Pferd. M isst Falafel mit Tsatsiki. sonst essen alle Pommes. es gibt Majo, Ketchup und Senf aus einer Vorrichtung, die mit Fußpedalen bedienbar ist. die Majo schmeckt essriger als ich erwarte. kommt bestimmt aus dem Spreewald. M und ich lecken unsere Finger und sehen dem life guard hinterher, als er mich ansieht und über die ideale Wassertemperatur für Kinder spricht. ich verstecke mich.

Ketchup besteht aus Essig und Zucker. das ist der Trick daran, meint D. er weiß das aus dem Internet. ich glaub ihm, weil er auch weiß, wie man sein Geld anlegen muss. so erinnere ich mich, dass C vor einigen Tagen einen Burger und Pommes mit Majo isst. die Verkäuferin vergisst zwei Mal die Majo und legt ihm dann gleich drei Packungen hin. ich mache eine Notiz, in mein Buch, in der es um das Arrangieren von Gegenständen und den Unterschied zwischen Bauklötzen und Lego geht. C meinte, die Barfrau sei unzurechnungsfähig und überhaupt nicht ernst zu nehmen. ich glaube sie hatte einfach ein bisschen Angst vor so einem großen Mann und war deswegen ein bisschen komisch.

ein Becher voll Glücksgefühl, den man immer wieder auffüllen kann.

laute Tarzanschreie durch die ehemalige Zeppelinhalle. gegen Abend wirds dunkel. es ist kalt in den Tropen. ich erinnere mich an Vietnam.

[später mehr]

211129 Sonntag Abend

ich trinke: 2 Vodka für 5,60 und höre den beiden alten Männern zu, was sie der aufmerksam lauschenden Barkeeperin erzählen. zwischendurch spricht die Barkeeperin von Anton. mit Anton, haben wir… so hat B die Sätze auch immer formuliert. mit X, da haben wir. neben mir liegt eine halbe Pizza. die habe ich vorhin nicht ganz geschafft. wir habe Pizza gegessen. ›das hast du noch nie vorgeschlagen‹, sagt C, ›aber du auch nicht‹, sag ich zurück. jetzt liegt also der Rest der Pizza neben mir. so viel Käse. die Kellnerin trug Palme (immer) und zeitweise eine Glitzergirlande wie einen Harnes um den Körper geschlungen. das kann C gar nicht ernst nehmen. das ganze Lokal dreht sich um, als zwei Männer einen Großteil ihres leckeren Essens auf Ihren Teller liegen lassen. wir gehen noch ein Stück und zum Abschied umarmen wir uns und C und guckt ein bisschen besorgt, als ich sage, ich hatte zu knabbern (natürlich hatte ich zu knabbern, die ersten paar Monate).

später bin ich ein bisschen traurig und frage mich wie schon am 1.2. diesen Jahres, wie das ist mit der Liebe, wie sie aussieht: wie eine Scheibe Salami oder zwei halbe Kreise.

vorher: N will das Bild kaufen. erst erkenne ich ihn nicht, dann freue ich mich umso mehr. auch als M mich einlädt: Überaschungsparty für R: Tropenstudien. T kommt nicht mit. er weiß nicht, was er da tun soll. ich überlege: was ziehe ich an in die Tropen?