220701 Geld und Kunst

und dann fahre ich einfach 30 Minuten zu früh los. na toll. ich mache halt an der Spree, lasse meine Zehen ins Wasser baumeln und lese ein bisschen Simone Weil. fahre weiter: Matjesbrötchen und nach Fhain.

mit M in der Grünberger Straße verabredet. sie beschließt, nicht mehr kämpfen zu wollen gegen etwas, wofür sie noch nicht sicher ist, ob es bekämpft werden muss. (ist alles wirklich so schlimm?) ich rede mich in Rage, als ich M von meinen negativen Gefühlen mit Geld und der Uhrhebeberschaft erzähle.

die Männer am Tisch nebenan reden von … Fantasmen, Fatamorganen, von …
Halluzinationen
kommen vor.
n Messer, n Pferd, n Hund und ne Knarre – alles, was man braucht als Mann.
ich brauche keine Yacht, ich brauche ein Boot, sagt der eine.

Berufstätiger kann nur am Wochenende  bereichernde Gespräch führen.

die Frage, was ein ›Dealbreaker‹ ist, ist noch immer nicht geklärt.

am anderen Tisch, taucht derweilen die Frag auf: »wie vil Jahre kann man ein Kleidungsstück tragen, bevor es abfällt.«
»kann ich ein Foto machen?« und zückt seine Kamera, hält sie ins Fenster. da drinnen ist das Motiv.

aber: Fotos kosten.

ich denke an die Konverasation mit den beiden Männern am Park an der Schönleinstraße, an dem Tag, an dem ich meinen Schlüssel zuhause vergessen habe.1 M stellt sich die Frage: nur schön, reicht das? ich blühe auf in  theoretischer Schönheit. (ja, auch Konzepte können schön sein.) R liest jetzt I love dick, obwohl ich es M empfohlen hatte.

mit genügend Ruhe sind die ganzen Entspannungsmechanismen nicht notwendig.((Ruhe in Vorbereitung für morgen. endlich mal wiedr schreiben.))

später am Tag, laufe ich seit langem Mal wieder durch die Stadt. ich spaziere. trage ein langes Kleid und darüber Omas blauen Regenmantel. auf dem Kopf das glänzende rosa Cap.

kaum ein paar Schritte gegangen, im Kaskelkiez halten mich zwei Jungs auf:
»kennen Sie das Wort mekelig?«, fragt der eine. er glaubt, das Wort gibts nicht. der andere fängt an zu erklären:
»wenn man zum Beispiel keine Paprika mag.«
»nein, kenn ich nicht, aber sag mal, woher du kommst.«
aus Mecklenburg kommt er.
»ich komme aus Bayern«, sage ich und, »da sagt man hoaklad für das gleiche.«

missing: eine Sprache, ihren Klang, ihre Wörter und die Berge.

laufe durch Friedrichshain. fast alle, die Flaschen in der Hand tragen, tragen eine Mate in der Hand. es ist kälter als die letzten Tage und auch nicht schwül. mache einen Stop bei books&bagels und sehe mir englische Bücher an.

auf dem Rückweg habe ich Lilien und Kerzen in der Tasche und treffe auf der Treppe zu den Gleisen am Nöldnerplatz zufällig A, die letzes Wochenend auch mit in Sauen war. sie war gerade auf Arbeit und hat  einen Strauß Blumen dabei. hallo-hallo. wir haben beide was richtig gemacht. später, zuhause, bade ich, lese und backe Kuchen.

miss-lese ›Traurigkeit des Moments‹.

fülle langsam meinen neuen instagram-Kanal2

  1. sie hat so angefangen: du bist so jung und du schreibst schon… und so geendet: wir sitzen immer hier, du weißt, wo du uns findest. []
  2. als ich den Kanal im Broswer suche, stoße ich auf das hier: https://hejcreation.de/shop/postkartenset-zweisamkeit []

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